Hey,

nach meinem versehentlich abgeschickten OrdnungsLetter am 11.9.24 kommt nun das, was ich eigentlich schon im September mit euch teilen wollte. Viel Spaß beim Lesen🙂

Ordnung und ich

Eine Freundin fragte mich mal: “Kennst du das auch, mit dieser Scham, wenn es nicht aufgeräumt ist und Freunde zu Besuch kommen?”
“Irgendwie nicht”, musste ich feststellen. “Ich kenne Schamgefühle, bei anderen Themen. Aber bei Ordnung nicht.”

Daher ist es fĂĽr mich auch immer ĂĽberraschend, wenn Menschen sich entschuldigen, gar rechtfertigen, wenn ich sie besuche.

Unordnung hat viele Ursachen. Klar kann es mit Themen aus der Vergangenheit zusammenhängen. Es kann aber auch schlichtweg ein Mangel an Zeit sein. Oder ich hab halt keine Ahnung, wie man aufräumt und Ordnung hält. So, wie ich auch keine Ahnung davon habe, wie ich mein Auto auseinander und wieder zusammenbauen kann.

Das Auto bringe ich selbstverständlich in die Werkstatt, aber bei Ordnung hole ich mir keine Hilfe? Warum? Weil Schamgefühle mir im Weg stehen? Interessant, wie das Leben so spielt, oder?

Ich selbst habe früher nie mein Auto geputzt. “Der Dreck schützt den Lack und wem es nicht gefällt, der muss ja nicht mitfahren.” Das waren meine Argumente. Gut, ich war Anfang 20. Da hat in der Zwischenzeit auch eine Entwicklung stattgefunden. Aber Hochglanz ist mein Auto immer noch nicht.

Während des Studiums lebte ich in einer Wohngemeinschaft (WG). Wir waren sechs Leute in der Wohnung. Bekannt geworden ist unsere WG unter dem Namen “Der Sumpf”.
Abwaschen war dran, wenn keine Tassen und Teller mehr im Schrank standen. Müll rausbringen? Vielleicht kann ich den Joghurtbecher…, wenn ich ganz vorsichtig bin, noch auf den Turm…
Hält! Klasse.

Einmal kam einer auf die Idee, in der KĂĽche eine Schnur zu spannen, fĂĽr die leeren Pizzakartons. Deko statt rausbringen. Mal was anderes.
Die Parties waren beliebt bei uns, sogar bei einigen Professoren. 
Und heute helfe ich beim Ordnung schaffen. Vielleicht hilft mir gerade diese Erfahrung dabei, Unordnung als einfach einen Zustand zu sehen, den man so lassen oder auch verändern kann. 
Für mein eigenes Zuhause habe ich mich entschieden, einfach eingerichtet zu leben. Bei mir müssen die Räume funktionieren. Gleichzeitig könnte der Eindruck entstehen, dass ich fast schon minimalistisch lebe, obwohl ich das so nicht sagen würde. Sicher bin ich mir, dass meine Einrichtung viele Menschen so nicht haben wollten. Aber ich habe meine Ordnung gefunden und lebe sie.

FĂĽr jeden Menschen wĂĽnsche ich mir das auch. Wenn ich dabei helfen kann, zum Beispiel fĂĽr dich deine Ordnung zu finden und umzusetzen, dann mache ich das liebend gerne.

Herzliche GrĂĽĂźe

Dirk

Vielleicht interessiert dich das auch?

Das letzte Mal hab ich ja die 2-Wochen-Challenge "Freifläche" angepriesen. Heute gehe ich einen Schritt weiter und erinnere dich an unseren Ordnungsclub. Vielleicht magst du das mal fĂĽr ein-zwei Monate ausprobieren? 

Ordnungsclub - Aufräumen leicht gemacht

Dirk Brueckner
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