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Meine Geschichte zur Auflösung meines Elternhauses

Achtsam den Nachlass auflösen Teil 1

Die Vorbereitungen

Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, dann steht meist die Auflösung des Haushalts an, des Besitzes, den dieser Mensch hinterlassen hat. Manchmal ist das sehr viel und oft sind die Dinge mit vielen Erinnerungen verknüpft. Wie kannst du damit umgehen? Wie eine solche Aufgabe lösen? Meinen Weg möchte ich dir hier erzählen.

Stell dir vor, du stündest vor der Aufgabe, Haus und Hof deiner Eltern auszuräumen. Sie haben in ihrem Leben viele Interessen gehabt, viele Dinge aufbewahrt und du fragst dich: Wie soll das gehen?
Genauso ging es mir und ich sage dir, wie ich diese Aufgabe angegangen bin.


Zuerst habe ich zwei Freunde gefunden, die mir bei dieser Aufgabe geholfen haben. Es war mir klar, dass solch eine Aufgabe weitere helfende Hände braucht. Ich habe eine Nachbarin gefragt, die meine Eltern und das kleine Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gut kannte: Wen kann ich um Hilfe fragen? Wer kennt sich aus: mit Werkzeug und Schweißgeräten; mit Baumaterial, mit Trödel und so weiter.
Ich selbst wohne schon seit über 20 Jahren nicht mehr dort. Daher hatte ich über die aktuellen Strukturen im Dorf wenig Kenntnis.


Mit Hilfe der Nachbarin war schnell eine Liste mit Namen und Kontaktdaten zusammengestellt. Gleichzeitig haben wir eine Übersicht erstellt, auf der die Gebäude eingezeichnet waren und was sich ganz grob darin befindet. Diese Übersicht fand ihren Platz an einer zentralen Stelle im Haus, wo später alle weiteren Informationen zusammenlaufen werden.

 

Der Lageplan
Übersicht zum Aufräumort

So sah unsere Übersicht aus. Drei Gebäudebereiche: das Wohnhaus, die Scheune mit Stall und die Schuppen. In den einzelnen Gebäudekomplexen wiederum gab es bestimmte Funktionsbereiche, hier in den Kästchen dargestellt. Die Zahlen wiederum benennen 48 Kategorien, denen wir schon mal ganz grob die einzelnen Objekte zugewiesen haben. Auch erste Entscheidungen wurden im Vorfeld getroffen, wenn es darum ging, was behalten werden sollte und was nicht.

Ziel war es, das Haus und Grundstück für den Verkauf vorzubereiten. Weiter wollte ich dieses Ausräumen auch dafür verwenden, Abschied zu nehmen, von den Dingen, die ich kannte, den Plätzen, dem ganzen Ort. Mir war es wichtig, dass die neuen Eigentümer nicht die alte „Familienenergie“ meiner Familie mit übernehmen. Daher war eine Reinigung und Räucherung an verschiedenen Orten ebenfalls Teil unserer Aufgabe.

Für die Zeit des Ausräumens, die am Ende 2 Monate gedauert hatt haben wir drei, die beiden Freunde und ich also, uns im Haus vorübergehend eingerichtet. Zudem haben wir einen Yoga- und Meditationsraum geschaffen, wo Stille und Rückzug möglich waren.

Mir war es wichtig, für alle Menschen, die ihre Mithilfe anboten, einen Energieausgleich zu schaffen. Ich habe für Nachbarschaftshilfe einen angemessenen finanziellen Ausgleich festgelegt, den jeder (auch ich) bekommen hat. Dies hat später immer wieder für Freude gesorgt, wenn wertschätzend dieser Ausgleich übergeben wurde. Auch kam bei niemandem das Gefühl auf, ungleich behandelt zu werden. Na ja, und für alle Menschen, die am Erbe teilhaben, ist es ja gleich, ob sie kostenfrei mithelfen und dann „mehr“ Erbe bekommen oder bei Mithilfe bereits vorab etwas erhalten. 

Mit diesem Vorgehen fanden sich immer wieder Helfer, die uns gerne zur Seite standen. Zudem habe ich das gesamte Vorgehen und die Ergebnisse dokumentiert. Diese Transparenz war mir wichtig für das Vertrauen in unserer kleinen Erbengemeinschaft. Zudem hatte ich bereits vorab den Wert des Hauses und des Grundstücks ermitteln lassen. Auch habe ich Angebote von Entrümplungsfirmen eingeholt, um zu sehen, was uns diese Variante des Ausräumens kosten würde.

Wie es weiterging, das erfährst du im nächsten Blog-Beitrag…

 

Was glaubt ihr, kam dabei heraus? War mein vorgehen oder eine Entrümplungsfirma günstiger?

Herzliche Grüße

Dirk

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Dirk