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Meine Geschichte zur Auflösung meines Elternhauses

Achtsam den Nachlass auflösen Teil 3

Wie die Dinge einen neuen Besitzer finden.

Wie die Dinge einen neuen Besitzer finden, ist oft eine herausfordernde Frage. Es gibt da draußen für alle Dinge Interessenten, doch wie finde ich sie? Ein paar Ideen erfährst du in diesem Teil der Geschichte.

Nach der Sichtung des Bestandes war schnell klar, unsere Hauptaufgabe war es, die vielen kleinen und größeren Dinge unter die Leute zu bringen. Vielleicht ist es ein liebevolles Verschenken oder Spenden. Vielleicht bekomme ich für das ein oder andere Stück noch etwas Geld. Was wieviel Wert hat, hängt davon ab, ob es gelingt, Menschen zu erreichen, die einen Wert in diesen Dingen sehen.

Sicher würde ich das historisch wertvolle Weinlaubgeschirr irgendwo für €300 losbekommen. Doch wenn ich dafür zusammengerechnet 20 Stunden brauche und €100 Kosten habe, dann ist das kein gutes Geschäft mehr. Vor allem nicht, wenn noch Hunderte solcher kleinen und größeren „Schätze“ ihre Aufmerksamkeit fordern. 
Für mich war es sehr hilfreich, mit mir selbst eine Vereinbarung zu treffen, dass es keine langen Verhandlungen gibt, wenn es um Verkäufe geht. Das Veräußern bekam die höhere Priorität vor einem guten Preis.

Damit war der Weg geebnet für einen kleinen privaten „Trödelmarkt“, oder wie es in der englischen Sprache heißt: Garage Sale (Garagenverkauf). Es entstanden Aushänge. Nachbarn und Helfer haben diese Information verbreitet. In der lokalen Zeitung haben wir inseriert. Ein Schild am Grundstückseingang und eine kleine Menge an Dingen, „zu verschenken“, haben zusätzlich für Aufmerksamkeit gesorgt.

Und schon war die nächste Frage geboren: Wie macht man das, einen Garage Sale? Dürfen alle Menschen überall hin? Bringen wir alles an einen Ort? Letzteres war schnell vom Tisch, denn es waren einfach zu viele und zu unhandliche Dinge. Wie behalten wir den Überblick? Wie machen wir das mit der Bezahlung? Wie sollen wir die Verkäufe und Einnahmen dokumentieren?
Zuerst haben wir alle Werkzeuge und Kleinmaterialien nach Kategorien sortiert. Ein langer Tisch aus Brettern auf Böcken entstand. Es sah aus wie auf einem richtigen Trödelmarkt. Zudem haben wir mehrere Räume und Orte auf dem Grundstück für die Besucher freigegeben. An jedem Ort wurde ein Zettel angebracht, auf dem notiert war, was sich dort befindet. Das hat die Orientierung erleichtert. Zur Begrüßung der Interessenten haben wir die Regeln kurz erklärt, dann konnten sie frei auf Entdeckungsreise gehen.

Was auch immer die Menschen gefunden haben, sie legten es einfach auf dem Hof als ein Häufchen zusammen. Wir haben dann nur einen Preis für dieses Häufchen verhandelt und ein Foto gemacht, damit wir grob wussten, was rausgegangen war. 

Dabei sind schöne Begegnungen entstanden, denn manche Menschen brachten Geschichten mit, die sie mit meinen Eltern erlebt hatten. Auch kamen Menschen, die genau wussten, was sie haben wollten. Sie hatten schon zu einem früheren Zeitpunkt mit meinen Eltern darüber gesprochen. Diese Dinge dann als Geschenk zu überlassen, hat wirklich Freude gemacht, für beide Seiten.

Wie es weiterging, das erfährst du im nächsten Blog-Beitrag…

 

Wie würdest du einen Garage Sale organisieren? Schreib mir deine Ideen. Ich veröffentliche sie hier gerne.

info@dancingspaces.com

Herzliche Grüße

Dirk Brueckner

Über den Autor

Dirk